Nach der bösen Lehrstunde in der Vorwoche, als es 9 Gegentore vom Tabellendritten, Großpösna, gab, stand am Sonntag der nächste Brocken auf dem Plan. Gastgeber war der Tabellenzweite aus Taucha, welcher die Mannen von Trainer Kovacs auf seinem Kunstrasen empfing.
Kovacs bot mit gleich 4 Debütanten aus der U19 (Stenz, Alter, Reiber, Wötzel) den wohl jüngsten Kader der Liga auf, denn auch die etwas erfahreneren Dörr und Ruge wurden aus der U19 "eingekauft".

Tauchas Spielweise war kaum bekannt, allerdings spricht der zweitbeste Angriff der Liga eine eindeutige Sprache, weshalb besondere Mittel gefragt waren um hier bestehen zu können. Die Aufstellung basierte auf zwei tief stehenden Viererketten und zwei schnellen Stürmern und die Marschrichtung war klar: Kompakt stehen, Kämpfen wie im Krieg und Nadelstiche nach vorne setzen.

Taucha war von dieser Ausrichtung überrascht und fand nur schwerlich Lücken im Abwehrbollwerk, was vor allem einer kämpferischen Höchstleistung der Olympioniken geschuldet war.

Olympia hatte, wie erwartet, kaum Ballbesitz, wenn es dann aber schnell ging wurde es gefährlich und so konnte Wötzel nach super Solo auf links in den Strafraum ziehen. Sein, in dieser Situation, völlig überforderter Gegenspieler, trifft Wötzel im Strafraum, sodass Schiedsrichter Schwing keine Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Für solche Fälle war die Leihgabe aus der  1. Herren, Baumgarten, eingeteilt und dieser verwandelte gewohnt sicher. Es lief hier für Olympia alles nach Plan, aber noch war lange zu spielen.
Über 90 Minuten gab es das gleiche Bild: Taucha lief an, aber Olympia stand sicher. Lediglich zweimal wurde es gefährlich, als einmal Reiber und Atif leichte Abstimmungsprobleme hatte und ein Tauchaer Stürmer, aus stark abseitsverdächtiger Position, vor Torwart Dieck auftauchte, aber zum Glück kein Zielwasser getrunken hatte. Die zweite Chance war ein indirekter Freistoß nach Rückpass, welcher jedoch geblockt werden konnte.
Olympia kämpfte also dieses 1:0 in die Pause.
Dort gab es noch kleine Nachjustierungen um noch kompakter zu stehen. Taucha kam wütend aus der Pause. Irgendwie hatte man sich das auf Seiten der Gastgeber sicher leichter vorgestellt.
Mit dem Wind im Rücken wurde der Druck der Nordsachsen nun stärker und auch Distanzschüsse gehörten jetzt zum Repertoire. Einen davon unterschätzte der ansonsten starke Dieck, doch das Aluminium half ihm.
Taucha mit rund 80% Ballbesitz, doch plötzlich erobert Baumgarten den Ball im Zentrum, steckt auf Disse durch, der läuft allein auf Goali Geishendorf zu, aber schiebt links unten daneben.
Taucha wollte mit immer mehr Wut im Bauch die schwindenden Kräfte der Gäste nutzen, doch heute baute niemand ab und das obwohl Alter, Stenz und Wötzel an diesem Sonntag insgesamt 180 Minuten spielten. Wirklich gefährlich wurde es meist nur nach Standards. Gerade bei Ecken waren die Gastgeber gefährlich und so musste Dieck in der 83. Minute eine Sensationsparade auspacken, um einen wuchtigen Kopfball aus 3 Metern zu parieren.
Taucha warf alles nach vorn, aber es gab nichts zu holen. Im Gegenteil: Kurz vor Schluss hatte Sanchez sogar die Option auf 2:0 zu stellen, doch er verfehlte das leere Tor aus über 30 Metern.

Nach 94 Minuten war Schluss und die junge Leipziger Mannschaft hat mit rund 20 Prozent Ballbesitz drei Punkte aus Taucha entführt. Sicher war das nicht schön anzuschauen, aber aufgrund eines tollen Teamgeistes immens erfolgreich und sicher nicht unverdient!

Es spielten: Dieck, Reiber (69. Doktor), Stenz, Alter, Neumann (MK), Wötzel, Baumgarten, Kündiger, Atif, Petersohn (56. Ruge), Disse (87. Sanchez)

Im Kader: Dörr, Wesser

Tor: 0:1 Baumgarten (10' Foulstrafstoß)

GK: Sanchez  (Unsportlichkeit)

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