In den inzwischen fast gewohnten englischen Wochen standen diesmal Duelle mit zwei Aufstiegsaspiranten an. So empfingen die Mannen von Trainer Kovacs am Ostersamstag die Gäste vom Roten Stern. In der Abwehr spitzte sich die Personalproblematik zu und generell gelang es nur durch die Hilfe von Oetjen und Brandt aus der Senioren, Seyffert und Bardoux aus der 1. Herren sowie Ruge und Richter aus der U19, eine spielfähige Mannschaft zu zaubern. So kam es dazu, dass Oetjen mit seinen 38 Lenzen nochmal eine neue Position erkundete und erstmals als Innenverteidiger einer Viererkette agierte. Vorab: Auch das kann er!

Die Sterne gingen als klarer Favorit ins Rennen und schienen mit einem 17-Mann-Kader, auch keine Personalsorgen zu kennen. Systemisch bedingt hatten die Gäste von Anfang an viel Ballbesitz, aber außer ungefährlichen langen Bällen kamen nicht viele Ideen. Olympia bedachte sich auf Konter und hatte nach nur 3 Minuten bereits die beste eigenen Torchance, als Ottilie eine Flanke mit dem Kopf an den Innenpfosten bringt, von dort geht der Ball an den zweiten Innenpfosten und springt raus. Schade, das wäre ein Auftakt nach Maß gewesen. Danach die Sterne weiter mit ertraglosen Querpässen und langen Bällen und bis zur Pause nur zweimal wirklich gefährlich, doch einmal fehlte von der Strafraumgrenze das Zielwasser und das andere Mal war Seyfferts Stahlbrust Endstation für einen Abschluss aus Nahdistanz. Etwas Glück hatten die Gastgeber noch, als Schiedsrichter Fiedler bei vermeintlichem Handspiel von Oetjen, nicht auf Strafstoß entschied. Nach dem Spiel waren sich beide Mannschaften einig, dass es hier eine 50:50 Szene war und beide Entscheidungen vertretbar gewesen wären.
Bei den Verantwortlichen des Sterns machte sich in der Pause etwas Ratlosigkeit breit, wie man das Abwehrbollwerk der Gastgeber brechen sollte. Ein Versuch war die Umstellung auf Dreierkette, das Mittel der Wahl blieben allerdings lange Bälle, welche von Olympia sicher verarbeitet werden konnten. Vor Allem Ruge machte hier einen Riesen Job, bedenkt man, dass es sein erstes Spiel als Außenverteidiger überhaupt war. Chapeau!
Mit schwindenden Kräften kamen die Sterne dann jedoch auch zu Abschlüssen, sodass Seyffert 3x all sein können aufzeigen musste, um den Punkt bei Olympia zu behalten. 
Wer an dieser Stelle Olympiachancen vermisst, der bleibt leider enttäuscht. Es gab schlichtweg keine mehr. Zu sehr mussten sich die Offensivkräfte Ottilie, Wesser und Brandt in den Dienst der Mannschaft stellen und defensiv mitarbeiten. Als Fazit blieb ein frustrierter Gegner, der sich sicher mehr als einen Punkt erhofft hatte und eine stolze Olympiamannschaft, welche unter schwersten personellen Gegebenheiten einen Punkt behielt.

Es spielten: Seyffert, Ruge, Oetjen, Sachse, Doktor, Bardoux, Petersohn, Kündiger (MK), Wendschuch, Richter, Ottilie (46. Wesser, 80. Brandt)

Am gestrigen Montag reiste das Team dann zu Spitzenreiter Markkleeberg. 5 Mal musste personell durchgetauscht werden und auch diesmal gab es viele Ausfälle zu beklagen. Wieder gab es eine neu formierte Abwehrreihe, in der Doktor zum ersten Mal im Zentrum agierte und auch seine Führungsqualitäten, erstmalig als Kapitän, unter Beweis stellen konnte. Markkleeberg untermauerte von Anfang an die Spitzenposition in der Liga und konnte durch die sehr agilen Offensivkräfte immer wieder Lücken in den Abwehrverbund von Olympia reißen, doch auch Olympia konnte drei äußerst gefährliche Abschlüsse platzieren, doch weder Ruge, noch Richter, noch der auffällig starke Petersohn hatten das entscheidende Quäntchen Glück. In der 28. Minute hatte sich dann auch noch die Erfahrung in Person, Sachse, verletzt, sodass der nächste Innenverteidiger ausfiel und Kündiger aushelfen musste. Markkleebergs Offensivkraft war zunehmend erdrückend und nach dem einige beste Chancen ausgelassen wurden, bestrafte Hoffmann die zu undisziplinierte Olympiamannschaft mit dem Pausenpfiff.
In Halbzeit zwei stand Olympia zwar gegen den Ball besser, war aber im Aufbau zu unpräzise, sodass die Bälle viel zu schnell weg waren und Michaelis mit zwei Freistößten den Endstand von 3:0 für den Ligaprimus herbei führte. Den Glückwunsch hatten sich die Markkleeberger verdient, lediglich für Ihre Zuschauerschaft bleibt zu hoffen, dass es irgendwann mal Hirn regnet und Niveau auf Bäumen wächst, denn ansonsten droht dieser Klientel ein sehr bedauernswertes Leben, welches als einzigen Lichtblick das grundlose Beleidigen von Gegenspielern beinhaltet.

Für Olympia geht nach dieser Niederlage die Welt nicht unter, denn bereits am Sonntag geht es wieder um 3 Punkte, wenn die Mannen aus Großdeuben auf der Herloßsonstraße erscheinen. Hier gilt es unbedingt zu Punkten, um den Platz im Mittelfeld nicht wieder zu verlieren.

Es spielten: Dieck, Ruge, Sachse (28. Kündiger), Doktor (MK), Müller, Richter, Köhler (74. Atif), Wendschuch, Kunath, Petersohn, Umlauft (59. Ottilie)
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