Durch das freundliche Entgegenkommen des Roten Stern (Danke hier nochmals an das Team), konnte das Spiel des 26. Spieltages von Samstag auf Mittwoch verlegt werden. Durch das Spitzenspiel der Bundesliga hätten nur 8 Spieler im Olympiakader gestanden, aufgrund der sportlichen Fairness der Sterne konnte nun ein angemessener Leistungsvergleich vorgenommen werden.

Auf dem huckeligen Geläuf des Roten Sterns trat Olympia mutig auf. In der Abwehr war die Abteilung "Jugend forscht erneut aktiv" und bei sommerlichen Temperaturen konnte man die Gastgeber in den ersten 5 Minuten durchaus ins Wackeln bringen. Da jedem klar war, dieses Tempo nicht über 90 Minuten abbilden zu können, sah der Matchplan dann vor, tief zu stehen und zu kontern. Es dauerte etwas bis hier der richtige Zugriff gefunden wurde und so gelang es den Gastgebern zweimal, Hüter Dieck zu prüfen, welcher jedoch bärenstark parierte. Die beste Olympiachance hatte anschließend Bardoux, welcher klasse von Pohl freigespielt wurde, aber aus 7 Metern den Ball nicht trifft. Schade! 

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wenn auch mit mehr Ballbesitz für den Stern. Beiden Mannschaften machte die tiefstehende Sonne durchaus Probleme und auch der Schiedsrichter, welcher ansonsten eine ordentliche Leistung zeigte, war bei zwei Aktionen scheinbar geblendet, sodass er wohl in beiden Strafräumen ein Handspiel des Verteidigers übersah. So ist halt der Sport und am Ende war es ausgeglichen.

Mit zunehmender Dauer der ersten Halbzeit stand Olympia sicher und es brannte eigentlich nicht viel an, bis zur 40. Spielminute. Guter langer Ball aus der Abwehr, fehlende Tiefensicherung für Stenz, ein falsches Kommando von Torwart Dieck und so konnte Zimber aus 16 Metern einköpfen. Schade, dass wieder einmal kurz vor der Pause die Konzentration einen Knacks hatte.

In der Pause entschied sich das Trainerteam, mutiger zu spielen, denn die Gastgeber waren hier keineswegs besser oder angsteinflößend. Ca. 10 Minuten dauerte es jedoch, bis diese neue Marschrichtung im Team ankam und so generierten sich 2-3 Lücken im Verbund, welche der Aufstiegsaspirant zwar gut anspielte, jedoch nicht verwerten konnte.

Danach gab es wieder ein Spiel auf Augenhöhe und die bessere fußballerische Anlage war hier bei Olympia zu sehen. Oft wurde versucht schnell und direkt zu spielen, was im Nachgang doch eine Menge Respekt vom Gegner einbrachte. Desto länger das Spiel dauerte, desto ertragreicher war auch diese Art zu spielen, auch wenn sich nun natürlich Räume ergaben. Gefährlich wurde es jedoch nur einmal, als sich die Abwehr beim diagonalen Verschieben verschätzt und die Direktabnahme der Gastgeber knapp neben dem Pfosten landete. Doch auch Olympia kam jetzt zu Abschlüssen. Reiber scheiterte aus der Distanz, Pohl aus der Drehung. Circa 10 Minuten vor Schluss setzte das Team dann die gewünschte Spielkultur fast in Perfektion um und erarbeitete sich klasse Räume. Einmal kann Müller so perfekt freigespielt werden, dass er eine Flanke von der Grundlinie hereinbringt. Diese rutscht etwas über den Spann und zwingt Hinder im Tor des Sterns zu einer klasse Parade. Der Nachschuss aus 2 Metern konnte leider auch pariert werden. Olympia musste nun aufmachen und lief in der 87. Spielminute in einen Konter, der nur mit einem Foul zu unterbinden war. Aus gut 25 Metern läuft der just zuvor eingewechselte Arnhold an, und legt den Ball über die Mauer ins Netz, womit die drei punkte für den Stern besiegelt waren. Danach war Olympia geschockt und ließ zwei Großchancen zu, welche das Ergebnis unverdient in die Höhe hätten schrauben können, bevor ein Kopfball von Stenz, nach Ecke, wohl im Tor war, was den Anschlusstreffer bedeutet hätte. Schiedsrichter Lötzsch stand leider schlecht und musste so weiterspielen lassen.

Nach 92 Minuten war Schluss und die Sterne behielten die drei Punkte in der Arena. Dennoch erntete das Team von Olympia viel Lob von allen Seiten, was zumindest etwas Balsam auf die Wunden legte. Die nächsten beiden Spiele werden zeigen, ob das Team im Stande ist, den zeitweise attraktiven Fußball in Tore umzuwandeln und zwei absolute Endspiele für sich zu entscheiden, oder ob der Weg in Richtung Abstiegszone führt. Aktuell hat man zwei Punkte Vorsprung, welche es gilt auszubauen.


Es spielten: Dieck, Doktor (MK), Stenz, Alter, Reiber, Sachse (71. Müller), Wötzel, Richter, Kunath (62. Thal), Pohl (52. Petersohn), Bardoux

Karten: Richter (Unsportlichkeit), Alter (Foulspiel)
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