Nach dem glanzlosen Pokalsieg der Vorwoche stand nun das zweite Heimspiel der Saison, gegen Tapfer II an. Die Gäste, welche im Vorjahr noch als Wacker I starteten, konnten bisher nur einen Sieg einfahren, sollten dennoch nicht unterschätzt werden, denn diesen errangen Sie am dritten Spieltag recht souverän.



Olympia fehlten viele etatmäßige Kräfte, dennoch konnte sich das Trainerteam nicht über den zur Verfügung stehenden Kader beschweren. Die Marschroute war klar und so begann Olympia sehr druckvoll. Der Gegner sollte im Aufbau sofort unter Druck gesetzt werden und somit Fehler im Aufbau provoziert werden. Dies gelang auch direkt gut, lediglich in der Verwertung der Balleroberungen besteht Verbesserungsbedarf. Nach gut 10 Minuten schaltet Goali Kaldenhoff nach einem ungefährlichen Gästefreistoß perfekt um und schickt den heute starken Lindner auf die Reise. Dieser behauptet den Ball gut auf rechts und schließt aufs lange Eck ab. Der Schlussmann der Tapferen musste sich ganz lang machen um den Ball noch aus dem Angel zu fischen, und lenkt den Ball zu Neugebauer, der aus spitzem Winkel leider nur Aluminium trifft.

Rund zehn Minuten später dann die erste gute Chance für Tapfer, welches nach einer Ecke aus Nahdistanz zum Abschluss kam, aber nur Nasadas Kopf traf. Danach wieder klar spielbestimmende Olympioniken zu sehen, welche jedoch stets auf der Hut vor dem schnellen Umschaltspiel der Gäste sein mussten. Erst vergibt Kunath nach gutem Rückpass, bevor Müller aus 13 Metern nur Aluminium trifft. Das sah alles ganz ordentlich aus, doch der Spielstand wies immer noch ein 0:0 aus. Bis zur 40. Spielminute. Lindner tankt sich gut auf rechts durch. Seinen Abschluss kann der Torhüter nur vor Neugebauers Füße prallen, welcher zielsicher mit der linken Innenseite einschiebt.

Danach war erst mal Pause, Wechsel gab es keine. Tapfer nutzte diese Pause etwas besser und war nun auf Augenhöhe. Das Spiel war zerfahrener und unruhig, von der Spielkultur aus Halbzeit eins war nicht viel geblieben. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld war die Olympiadefensive doch sehr unsortiert und so kommt der Ball in den Fünfer, wo sich Nasada ganz lang machen muss, um den Ball vor dem einschussbereiten Angreifer noch über die Latte zu löffeln. Durchatmen war angesagt. Es dauerte bis zur 60. Minute, bis Olympia wieder zur Ordnung fand. Ab diesem Moment war man wieder klar spielbestimmend und gewann die Dominanz im Mittelfeld zurück, wenngleich viel zu lange Ballhaltezeiten viele gute Optionen versauten. Nach 65 Minuten wird dann Neugebauer auf rechts freigespielt, behält die Ruhe und sieht, wie sich Lindner im Rücken der Abwehr löst. Die butterweiche Flanke landet perfekt auf dem Kopf von Kopfballwunder Lindner, welcher alle Kraft aus seinen geschätzten 1,65m holt und den Ball ins Tor köpft. Selbst die Hand eines Verteidigers, welche den Ball auf der Linie zu fangen versuchte, war nutzlos. Es stand zwei zu Null, durch Olympias besten an diesem Tag.

Danach machte Tapfer immer mehr auf und für Olympia entstanden große Konterräume. Wäre da nicht das Thema mit den Ballhaltezeiten. Kurz vor Toreschluss machte es Olympia dann selbst fast noch einmal spannend. Pohl schaut bei einem Rückpass nicht nach den Gegenspielern und setzt so einen Tapferakteur perfekt in Szene, welche allein vor Kaldenhoff jedoch die Nerven verliert und nur das Außennetz traf.
Unmittelbar vor dem Abpfiff gab es dann doch noch einmal gemeinschaftlichen, schnellen, direkten Fußball von Olympia zu sehen. Nach guter Balleroberung in der Abwehrreihe wird Richter angespielt. Der behauptet den Ball gegen zwei Gegenspieler, anschließend schöner doppelter Doppelpass mit Pohl, welcher links im Strafraum den völlig freien Thal sieht. Der kann abschließen, ist aber mannschaftsdienlich und legt nochmal auf Pohl zurück, welcher mit etwas Glück ins leere Tor zum Endstand vollstreckt.

Als Fazit bleibt der dritte Sieg im vierten Spiel und eine klare Leistungssteigerung zu den Vorwochen, wenngleich da noch viel Potential nach oben ist.

Olympia: Kaldenhoff, Axmann, Nasada, Alter, Neumann, Richter, Pohl (MK), Kunath (65. Thal), Müller, Lindner, (69. Wendschuch), Neugebauer (77. Petersohn)

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