Nach der bitteren Niederlage im Spitzenspiel der Vorwoche (1:5 gegen Stötteritz, trotz sau starker erster Halbzeit), hatte die Mannschaft keine Zeit Wunden zu lecken. Am Sonntag stand direkt das nächste Spitzenspiel in den „Wochen der Wahrheit“ an und zu Gast war der SV Schleußig. Die Mannen von der Nonnenwiese haben seit dem zweiten Spieltag keinen Punkt abgegeben und kamen mit breiter Brust auf die Mühlwiese. Bei Olympia nimmt der Abwesenheitsstand inzwischen bedenkliche Formen an, sodass nur 15 Spieler, davon zwei Torhüter, im Kader standen, wobei Bardoux stark angeschlagen war. Daraus resultierend kam es auch zu einer systemischen Veränderung und einigen Findungsproblemen in der Anfangsphase.

Nach nur 2 Minuten bekamen die Gäste einen Freistoß rund 20 Meter zentral vor dem Tor zugesprochen. Der Kapitän dreht den Ball gut über die Mauer, doch Zapp entschärft stark zur Ecke, welche nichts einbrachte. Beide Mannschaften taten sich in der Anfangsphase im Aufbauspiel schwer und die Partie war von vielen einfachen Ballverlusten geprägt. Mit zunehmender Spielzeit gewann Olympia Sicherheit und auch die Oberhand im Spiel. Doch die Gäste bekamen viel zu viele Freistöße in guten Positionen, sodass Zapp gefordert war, wenngleich er auch immer zur Stelle war. Nach 12 Minuten dann die erste richtig gute Olympiachance. Youngstar Höpel ist schneller als die komplette Abwehr, umkurvt zwei Verteidiger im Strafraum, scheitert aber dann am gut reagierenden Lübke im Schleußiger Tor. Olympia nun am Drücker. Nach einem Standard kommt wieder Höpel links am Strafraum an den Ball, bringt diesen trotz strafstoßwürdigem Foul in die Mitte, wo Alter noch aufgerückt war und in Mittelstürmermanier vollendete. Danach flachte das Spiel wieder etwas ab und die Ungenauigkeiten auf beiden Seiten nahmen zu, was einige Torchancen auf beiden Seiten ermöglichte, so scheiterte einmal Thal an den Nerven im 1:1 und die Schleußiger 3-4 Mal am besten Olympioniken, Zapp. Olympia schaffte es sich durch Kampf in die Pause zu retten, aber Korrektur war dringend notwendig, sodass sich Bardoux und Sachse für ihren Einsatz bereit machten, wobei Bardoux dann doch verletzt passen musste, sodass nur Kündiger, nach guter Leistung, ein paar Minuten zum Durchschnaufen bekam.

Nach der Pause war Schleußig klar das bessere Team. Nasada fand in seiner ungewohnten Rolle nicht statt und der Aufbau wirkte planlos, sodass nach rund 55Minuten der Ausgleich für die Gäste fiel und selbst der Heimtrainer anerkennen musste, dass die höchstverdient war. Bis zu dem Moment, als der Schiedsrichter sich fragte, wie der Ball, nach dem vermeintlichen Tor hinter jenem sein konnte. Er suchte das Netz nach Löchern ab, doch er fand keins und entschied auf Abstoß. Sehr verwunderliche Szene und unfassbar viel Glück für Olympia, dass es noch 1:0 stand. Den Gästen gab diese Szene einen Knacks und so kam Olympia zurück ins Spiel. Kurz bevor der Trainer nochmals taktisch umstellen wollte, um den überforderten Nasada auf der Sechs zu entlasten, übernahm Kapitän Pohl Verantwortung, biss sich mit viel Kampfgeist im Strafraum durch und tunnelte Schlussmann Lübke zum 2:0 in der 67. Spielminute. Schon vorher wurde die Partie erkennbar härter und der Fußball rückte, mal wieder, zu Gunsten von Gemecker in den Hintergrund.

Schleußig konnte erneut durch einen Freistoß gefährlich werden, scheiterte aber am übermächtigen Zapp, Thal vergab erneut für Olympia. Etwas fürs Auge gab es dann nochmal in der 84. Spielminute, als Richter eine Ecke gefühlvoll, ohne Zwischenkontakt, ins lange Eck dreht und somit den 3:0 Endstand besorgte. Danach gab es noch zwei unschöne Szenen, welche den Tag für die Schleußiger endgültig zu einem Negativerlebnis machte. Erst hatten die Gäste Glück, als eine Tätlichkeit an Alter nur mit Gelb geahndet wurde, doch nur eine Minute später ahndete der Schiedsrichter ein Frustfoul hart, aber vertretbar mit glatt rot.

Fazit: Olympia zeigte die richtige Reaktion auf die Lehrstunde der Vorwoche und ist zurück auf Platz 2. In der kommenden Woche gibt es im Pokal die Möglichkeit die Schmach vergessen zu machen und sich beim SSV Stötteritz zu revanchieren. Höchst motiviert wird das Team am Samstag um 14Uhr im Südoststadion auflaufen um die nächste Runde im Pokal zu erreichen.

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