Nach dem Ausfall des regulären Spiels setzte der Verband den Nachholer des Top-Spiels SSV Stötteritz (1.) vs. Olympia II (3.) auf den Ostermontag an. Personaltechnisch konnte der Termin für Olympia kaum schlechter sein, denn es fehlten beide Torhüter, beide Kapitäne und diverse weitere Spieler. Dank Unterstützung aus anderen Mannschaften des Vereins konnten dennoch 15 Spieler aufgeboten werden und auf schwerem Geläuf begann ein Nervenkrimi sonders Gleichen.

Beide Mannschaften begannen druckvoll, mit frühem Pressing, intensiven Zweikämpfen und den Platzbedingungen geschuldet, auch mit vielen langen Bällen. Nach 11 Minuten steckte Olympia dann durch auf Neugebauer, welcher den Ball aus spitzem Winkel nicht aufs Tor bringen kann, allerdings landete der verunglückte Abschluss bei Sillus, welcher ebenfalls aus spitzem Winkel nicht lange fackelt, aber nur den Pfosten trifft. Olympias Defensive kam heute besser mit den pfeilschnellen Außen des Ligaprimus zu Recht und ließ nur wenig zu. Einmal war Thomas jedoch durch und Seyffert musste all seine Erfahrung im 1vs1 aufzeigen um den Rückstand zu verhindern.

Mitte der ersten Halbzeit wurde das Spiel dann etwas langsamer, wenngleich kein bisschen weniger intensiv. Zwingende Torchancen wurden jedoch durch gute Defensivleistungen beider Mannschaften verhindert. 3 Minuten vor der Pause presste Olympia dann sehr hoch und setzte Stötteritz im eigenen 16er unter Druck. Durch diesen Fleiß gelang die Balleroberung und der Ball landet 5 Meter vor dem Tor beim völlig freien Richter. Dieser behält die Ruhe, kontrolliert den Ball und nagelt ihn, unhaltbar für den Stötteritzer Schlussmann, unter die Latte. 1:0 für die Gäste und das nicht unverdient.

Unmittelbar darauf dann eine Unkonzentriertheit bei Müller und wieder ist ein Stötteritzer Angreifer durch. Seyffert legt sich vor den Ball und trifft neben dem Ball mit dem Gesicht auch den Gegner. Dieser fällt und fordert Strafstoß, eine nicht ganz eindeutige Szene, welche Seyffert auch mit einer blutenden Nase bezahlte. Der ordentlich leitende Referee Jacobi entschied auf Weiterspielen und kurz darauf, zur Halbzeit zu gehen.

Stötteritz wechselte in dieser gleich 2x und kam aus der Pause wie die Feuerwehr. Innerhalb von 3 Minuten gelangen 3 gute Durchbrüche auf Außen, aber entweder Seyffert oder ein Olympiaverteidiger konnten immernoch entscheidend stören. Nach 48 Minuten musste dann Stötteritz bester, Kapitän Postler, verletzt runter und damit endete die Drangphase. Ideenlose Tabellenführer beschränkten sich nun ausschließlich auf lange Bälle und nach den Einwechslungen von van Ackern und Axmann für Winkler (verletzt) und Peisker, waren diese für Olympia keine Probleme. Bis zu dem Moment, als nach gut einer Stunde eine Flanke von links in den Strafraum flog, wo Müller den deutlich im Abseits stehenden Angreifer umspringt. SR Jacobi übersah die Abseitsstellung, aber nicht das Foul und so gab es Strafstoß. Dittes läuft an und nagelt den Ball an den rechten Außenpfosten, weiter 1:0 für die Gäste.

Kurz darauf war es dann aber geschehen. Nach einer Ecke von rechts war Olympias Defensive nicht gut gestaffelt und Göpelt bringt den Ball per Kopf im Netz unter. 1:1. Olympia aber keines Falls geschockt, stand jetzt wieder etwas höher und fand besser Zugriff, so auch, als Neugebauer ins Laufduell mit dem Stötteritzer Innenverteidiger geschickt wird. Dieser senst ihn klar im Strafraum weg. Schiedsrichter Jacobi stand schlecht und gab Freistoß. Schade, das war schon sehr deutlich im Strafraum, aber so weiter 1:1, bis zur 79. Spielminute. Sillus bekommt den Ball durch die Schnittstelle, umkurvt den halbherzig herauskommenden Schlussmann der Stötteritzer und schiebt cool zum umjubelten 2:1 für die Gäste ein. Das erste Pflichtspieltor des Neuzugangs und was für ein wichtiges!

Doch es waren ja noch 11 Minuten regulär zu gehen. Olympia verteidigte mit Mann und Maus und Stötteritz schlug einen langen Ball nach dem Anderen. Einmal rettetet Kampf auf der Linie, aber die Uhr tickte für Olympia. 90 Minuten waren um und der Unparteiische zeigte 5 Minuten Nachspielzeit an. Auch diese war um, als der letzte Ball in den 16er von Olympia fliegt. Alter pflückt ihn am 5er runter, und kann ihn rausschlagen. Leider schoss ihm in diesem Moment die Idee durch den Kopf, den Ball per Dribbling aus der Gefahrenzone zu befördern. Dies misslang jedoch und so wusste sich Sillus nicht anders zu helfen, als den einschussbereiten Angreifer von den Beinen zu holen. 90+5. und es gibt wieder Strafstoß! Göpel geht nervös zum Punkt, läuft an und verfehlt erneut rechts. Danach war Schluss und Olympia jubelte etwas glücklich in der Entstehung, aber für diesen Willen und Kampfgeist auf jeden Fall verdient und ist somit zurück im Aufstiegsrennen.

Am kommenden Wochenende wartet nun der zweite Nachholer gegen 1886 Markkleeberg. Da deren Erste Spielfrei hat, stellt sich das Olympiateam auf eine Leistungsspitze des Gegners ein und ist bereit erneut 90 Minuten alles für die nächsten 3 Punkte zu investieren.

Für Olympia spielten
Seyffert - Müller, Kampf, Nasada, Alter - Peisker (68. Axmann), Winkler (64. van Ackeren/89. Kündiger), Sillus, Sterl - Neugebauer, Richter
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