Nach zwei spielfreien Wochenenden, die jedoch für viele Spieler mit Einsätzen in der zweiten Herren gefüllt wurden, stand mal wieder ein Spitzenspiel auf dem Plan. Zu Gast waren die Überraschungsaufsteiger aus Pegau, welche, zwar mit zwei Spielen mehr, aber punktgleich, mit den Olympioniken lagen. Das Hinspiel konnte Olympia glücklich mit 1:0 für sich entscheiden und so stellte man sich auf einen harten Kampf ein.
Als besonders problematisch gestaltete sich an diesem Spieltag die Personaldecke, denn das Fehlen von Alter, Thal (beide Bänderverletzung), Kolb (langzeitkrank), Stenz (Abiturvorbereitung), Varnhorn, Kaenders (beide Marathon), Richter (interne Gründe) und Morgenthaler (blieb im Internat), sorgten dafür, dass nur 12 Spieler zur Verfügung standen, von denen vier noch angeschlagen waren. Sicher wird diese Situation auch noch für Gesprächsbedarf im Verein sorgen, doch auch Pegau schien an diesem Tag Personalprobleme zu haben, denn auch hier standen nur 11 Spieler auf dem Formular vermerkt. Doch jetzt zum sportlichen:

Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt. Olympia zeigte die beste Vorstellung seit Wochen, spielte richtig attraktiven Fußball und war eigentlich nur bei langen Bällen anfällig, was sicher auch den beiden "neuen" Verteidigern, Staak und Schmahl geschuldet war, welche doch einen Moment brauchten um sich in der neuen Ordnung zu Recht zu finden. Über 90 Minuten betrachtet kann man beiden jedoch getrost eine gute Leistung attestieren.

Ein sicherer, ideenreicher und klar strukturierter Spielaufbau legte die Grundlage dafür, dass Pegau heute nicht so richtig ins Spiel fand. Zwar konnten Sie bis zum 1:0 durch Reiber auch 2 gute Torchancen verzeichnen, welche jedoch direkt auf Einladungen der Gastgeber beruhten, als man den Ball hinten nicht richtig traf und somit kurz vor dem Strafraum beim Gegner ablieferte, welcher zum Glück nicht ins leere Tor traf.

Nach vorne ragten vor Allem die omnipräsenten Höpel und Wötzel heraus und so war es in der 41. Spielminute auch eine perfekte Höpelflanke, welche Reiber sehenswert per Kopf vollstreckt, um danach zum bundesligareifen Jubeltanz abzubiegen.

Kurz darauf war Pause und es gab nur kleine Korrekturen, denn selten hatte man in dieser Saison eine so gut funktionierende Olympia-A gesehen. Diese kleinen Korrekturen führten aber dazu, dass Pegau nicht mehr stattfand. Lediglich dem überragenden Schlussmann Hartwig, war es zu verdanken, dass es keine Klatsche für die Gäste gab. Einen perfekt getretenen Freistoß von Wötzel kratzte er aus dem Eck, gegen Höpel parierte er zweimal im 1 vs. 1 und bereits in Halbzeit eins konnte er eine brandgefährliche Ecke gerade so noch übers Tor lenken, doch Fußball ist halt nicht immer fair. Bei einem etwas zu kurz gespielten Rückpass geht Hartwig nicht konsequent zum Ball, sodass Olympia pressen kann. Die logische Konsequenz war ein unkontrollierter Ball in die Füße von Wötzel und der lässt sich da natürlich nicht zweimal bitten und markiert das 2:0 in der 52. Spielminute. 

Danach zeigte sich die Olympiaqualität, denn ohne übermäßig viel zu investieren bestimmte man das Spielgeschehen und ließ nach hinten nur ein bis zwei Szenen zu, die allesamt  noch vor dem Torhüter entschärft werden konnten, sodass Ruge einen schönen Vormittag in der Sonne genießen konnte.

Gute 10 Minuten vor dem Ende wurde Köhler dann für sein zweites Spiel an diesem Tag geschont und Günther kam hinein. Da kurz darauf Wötzel über Oberschenkelprobleme klagte, aber kein Wechselspieler mehr vorhanden war, sollte dieser Wötzel sich auf der Stürmerposition ausruhen und nur die wichtigen Wege gehen. In der 83. Spielminute gab es genau so einen. Ein langer Ball wird aus der Olympiaabwehr geschlagen und der pressende Wötzel zwingt den Pegauer Verteidiger dazu den Ball direkt aus der Luft zu nehmen. Einer Balletteinlage gleich tritt dieser über den Ball und Wötzel kann allein auf Hartwig zulaufen und versenken. Sogar das 4:0 lag ihm noch auf dem Fuß, aber sein Torabschluss, in bester Arjen Robben-Manier, landet am Gebälk.

Als Fazit bleibt ein souveräner Sieg und die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. Jetzt gilt es die Osterpause zu nutzen um nochmal Kräfte zu tanken, Wunden zu lecken und dann in die heiße Phase der Saison einzusteigen, in der die Hauptaufgabe wird, die Abiturprüfungen und die Mannschaft unter einen Hut zu bringen. Wenn man dabei allerdings so arbeitet wie an diesem Wochenende, weiß der Trainer, dass er sich auf alle Spieler im Kader verlassen kann und das stellt die Voraussetzung für einen Teamerfolg dar!

Es spielten: Ruge, Sachsenröder (MK), Schmahl, Axmann, Staak, Reiber, Dörr, Köhler (79.Günther), Woltersdorf, Wötzel, Höpel

Tore: 1:0 Reiber (41.), 2:0 Wötzel (52.), 3:0 Wötzel (83.)

GK: -
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