Am letzten Sonntag stand das Rückspiel gegen die SG Taucha auf dem Plan. Der Gegner pendelt jedes Wochenende zwischen Genie und Wahnsinn und so war es für die Olympioniken schwer, sich auf dieses Spiel einzustellen. Den Historikern unter den Lesern wird jedoch bei der SG Taucha ein Lichtlein angehen, denn schließlich waren die Vorstädter das letzte Team, welchem es gelang, die U19 der SG Olympia zu besiegen.

Zum 25 Minuten verspäteten Anpfiff (Taucha hatte die Trikots daheim vergessen), konnte Trainer Tympel aus einem breiten Kader schöpfen, dennoch galt es den Ausfall von Ruge (verletzt), Woltersdorf (krank) und Dörr (Arbeit), zu kompensieren. Von Beginn an, gelang dies sehr gut und nach nur 30 Sekunden hatte Thal die erste dicke Chance, wird aber im Strafraum noch vom letzten Verteidiger gestoppt. Nur fünf Minuten später geht Höpel auf die Reise, aber er gibt dem Ball nicht genug Kraft mit, sodass ein Tauchaer auf der Linie klären kann. Taucha wirkte bereits jetzt wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen und Olympia legte nach. Nach 12 Minuten kann sich der Tauchaer Verteidiger am Strafraum nur mit einem Foul behelfen. Position halb links, ca. 17 Meter und Zauberfuß Wötzel lässt sich hier natürlich nicht zweimal bitten, sodass sein Schuss unter der Mauer hindurch ins Tor findet.

Nur drei Minuten später. Balleroberung SGO in der eigenen Hälfte. Wötzel kreuzt mit viel Dynamik nach innen und bedient Thal mustergültig durch die Schnittstelle. Der bleibt endlich mal wieder cool und es steht 2:0. Im Anschluss Olympia weiter druckvoll. Hinten standen Axmann, Alter und Stenz wie unüberwindbare Hürden und nach vorne trieben immer wieder Wötzel und Richter das Spiel an. Dennoch musste man feststellen, dass sich nun einige Ungenauigkeiten und der altbekannte Schlendrian einschlichen. Zwar konnte Taucha heute nichts damit anfangen, dennoch trieb es den Trainer zur Weißglut. Nach ca. 25 Minuten besann man sich dann wieder auf die eigenen Qualitäten und spielte schnell, direkt und attraktiv. Leider hörte schnell und direkt in der Stürmerreihe auf, sodass Höpel und Schmahl selbst beste Chancen liegen ließen. Taucha war eigentlich nie im Spiel, doch scheinbar machte sich hier bei Olympia Mitleid breit und so musste die Abwehr einige unangenehme 1 gegen 1 Situationen meistern. Enkel im Tor erlebte dennoch einen ruhigen Abschnitt und musste nur einmal eine Flanke wegfausten. Torabschlüsse gab es sonst von Taucha nicht.

In Halbzeit zwei merkte man dem Team an, dass es die Kritik vom Trainer verstanden hatte und nun gewillt war nachzulegen und Taucha zu erlegen, doch vorerst blieb es dabei: Bis zum Abschluss toll, dann kläglich. Nach 57 Minuten hatte der Trainer dann genug davon. Draußen stand bereits Morgenthaler zum Wechsel bereit, als Olympia eine Zauberkombination auspackte. Über 5 Stationen mit einem Kontakt, wurde Thal im Strafraum freigespielt. Der ist extrem uneigennützig und legt quer auf Höpel, welcher den Ball ins Tor stolperte, um danach ausgewechselt zu werden. Wie reflektierte der Edelstürmer der SGO im Nachgang selbst: "Ein guter Stürmer trifft auch an schlechten Tagen"...Unvorstellbar was passiert, wenn Höpel seinen ersten guten Tag in dieser Saison erlebt.

Danach gab es wieder Zauberfuß Wötzel zu bestaunen, doch sein Freistoß ging Zentimeter am Pfosten vorbei.

Olympia nun wieder sicherer und schöner anzuschauen. Nach einer Stunde war dann für den guten Richter vorerst Feierabend, damit noch etwas Luft für seinen Einsatz beim 8:1 Erfolg der 1. Herren blieb. Es kam Staak. Endlich einmal arbeitete Olympia jetzt zielstrebig weiter und sollte belohnt werden. Nachdem einige gute Szenen von Morgenthaler vorher, zu Recht, wegen Abseits weggepfiffen wurden, schließt er nach 69 Minuten einfach mal aus 25 Metern ab und der leicht abgefälschte Ball schlägt links unten ein. Kurz darauf kamen auch Kolb und Günther zum Einsatz, für Sachsenröder und Schmahl war Feierabend. Olympia damit etwas defensiver ausgerichtet, aber leider jetzt viel mit Langholz und schweren Bällen und so kam es, dass Taucha nach 89 Minuten doch noch zum ersten Torabschluss kam. Ging dieser noch knapp vorbei, musste Enkel Sekunden später doch nochmal ran. Axmann war zu weit aufgerückt, die Innenverteidiger nicht konsequent genug und nur ein Spagat von Enkel hielt die Null.

Nach diesem Erfolg bleibt das Team seit 20.11.2016 ungeschlagen und peilt weiterhin Platz 2 in der Liga an. Dazu kann am Dienstag im Nachholer gegen Engelsdorf die Grundlage geschaffen werden. Mit einem Sieg gäbe es auch noch die vorzeitige Heimmeisterschaft zu feiern, bevor es zum Abschluss noch zwei Kracherduelle gegen Torgau (3.) und gegen Grimma (1.) geben wird, in welchen es zu zeigen gilt, dass man zu Recht lange um die Meisterschaft mitspielen konnte.
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