Nach der 0:2 Niederlage gegen Ligaprimus KSC stand nun das Aufsteigerduell gegen die SG Leipzig Bienitz auf dem Plan. Die Burghausener starteten ebenfalls erfolgreich in die neue Liga und konnten aus den ersten fünf Partien 9 Punkte und somit einen mehr als Olympia holen.

Olympia inzwischen mit fast chronischen Kaderproblemen, reiste nur mit zwei fitten und einem angeschlagenen Verteidiger an und war somit gefordert Kreativität in der Startelfplanung an den Tag zu legen. Vorweg, mit Ausnahme der letzten Minuten ein sehr gelungenes Experiment.

In den Anfangsminuten zeigte sich Olympia taktisch diszipliniert und hellwach. So dauerte es nur zwei Minuten bis Sillus Sonnekalb auf die Reise schickte. Dieser präsentierte sich willensstark und schob lässig zum frühen 0:1 für Olympia ein.

Bienitz wirkte etwas geschockt und Olympia zielstrebig, wenngleich im letzten Pass manchmal etwas ungenau. Gelegentlich gelang es Bienitz dann aber doch die Lücken im neuformierten Olympiaabwehrverbund zu finden, doch Resch und seine Vorderleute konnten selbst brenzligste Szenen entschärfen. Nach einer planmäßigen taktischen Veränderung war Bienitz dann wieder mit Denken beschäftigt und Olympia erarbeitete sich Großchancen. Nach 27 Minuten dann ein sehenswerter Angriff eingeleitet vom klasse aufspielenden Geiling. Ein kurzer Doppelpass mit Coordes und schwups steht es 0:2. So einfach und schön kann Fußball sein. Olympia dann sogar mit Chancen zum 0:3, aber diese blieben genauso vergeben wie zwei gute Chancen der Gastgeber und so ging es leistungsgerecht mit 0:2 in die Pause.

Olympia blieb unverändert und kontrollierte nun das Spiel aus einer sichereren Spielfeldposition. Immer wieder entstanden tolle Konter, doch entweder Schlussmann Glöckner oder das Aluminium retteten für Bienitz. Bei Olympia klärte einmal Varnhorn auf der Linie für seinen geschlagenen Schlussmann Resch. Es dauerte bis zur 73. Spielminute bis Olympia vermeintlich den Deckel drauf machte. Grupp, seit Wochen in bestechender Form, geht über rechts in die Box. Coordes wirft seine ganze Wucht seines Körpers in Richtung erster Pfosten und nagelt den Ball aus Nahdistanz ins Netz. 0:3 Olympia.

Eigentlich alles geklärt, doch Bienitz wollte nicht aufgeben. Vor Allem der eingewechselte Enkel hatte große Probleme auf seiner Außenbahn und so kann ein Angreifer in den Strafraum durchbrechen. Resch legt sich vor den Ball und trifft Ball und Gegner. Der orderntlich leitende Schiedsrichter Seiffert entschied in diesem Fall zweifelhaft auf Strafstoß und nach 80Minuten konnte Bienitz durch diesen auf 1:3 verkürzen.

Olympia danach von der Rolle und Enkel überfordert. Erneut ein langer Ball, diesmal geht der Youngstar zur Grätsche runter und diesmal entscheidet der Unparteiische zweifelhaft auf Weiterspielen. Nennen wir es ausgleichende Gerechtigkeit. Der Trainer korrigierte dann das Ungleichgewicht durch einen Rückwechsel und so fand Olympia wieder zur Sicherheit und konnte Konter platzieren, leider erfolglos und so konnte Bienitz mit dem Schlusspfiff eine Unkonzentriertheit von Olympia nutzen und zum 2:3 Endstand verkürzen.

Unterm Strich waren sich beide Trainer über ein leistungsgerechtes Ergebnis einig und halten beide einen guten Saisonstart als Aufsteiger fest. Olympia will nun auf der heimischen Mühlwiese erstmals zwei Siege in Folge holen und gegen Wahren bestehen. Gegen die erfahrenen Mannen vom Auensee wird dies eine echte Aufgabe.

Es spielten: Resch, Thal, Varnhorn, Kampf (MK), Eismann, Grupp (90. Ruge), Kunath, Geiling (74. Enkel), Sillus, Sonnekalb, Coordes (78. Gruner)
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