Nach dem Kracher der Vorwoche stand an diesem Sonntag ein Gegner aus der unteren Tabellenhälfte auf dem Programm. Bereits im Hinspiel tat sich die Olympiaelf gegen die Zweite Vertretung von 1886 Markkleeberg schwer und konnte nur ein schmeichelhaftes 2:1 erringen. Das Trainerteam war also gewarnt, nur beim Team kamen die mahnenden Worte nicht an. Zwar konnte man druckvoll beginnen und durch 2x Bardoux und einmal Alter beste Chancen generieren, welche jedoch kläglich durch Unkonzentriertheiten vergeben wurden. So holte man kämpferisch starke, wenngleich fußballerisch limitierte Gäste ins Spiel und hatte einen Ballverlust nach dem Anderen. Es war ein schwaches Spiel mit wenigen Höhepunkten, da es Markkleeberg nicht gelang eines der vielen Geschenke anzunehmen und bei Olympia heute gar nichts ging.

Auch Spielerwechsel brachten nichts, sodass Markkleeberg nach der Pause endgültig Morgenluft witterte und durch einen Doppelschlag verdient mit 2:0 in Führung lag. Mit der Einwechslung von Neugebauer für den völlig erschöpften Wötzel (hatte bereits 90 Minuten U19 in den Beinen, danke Pauli für dein Engagement!) wurde Olympia ein wenig besser und kam mal wieder vor des Gegners Tor. Bardoux setzte einen Freistoß ans Aluminium und drang wenig später über links in den Strafraum, wo ihn der Verteidiger legt und es Strafstoß gibt. Pohl tritt gewohnt sicher an und holt Olympia zurück ins Spiel. Was danach durch seinen Kopf ging weiß er jedoch nur selbst. Bereits gelb vorbelastet legt er sich beim Ball aus dem Netz holen mit dem Gästeschlussmann an und sieht zu Recht Gelb-Rot.

Olympia also nur noch ein Tor hinten, aber ab sofort in Unterzahl. Weiterhin eine schwache Partie, welche nun auch noch durch katastrophale Böcke in der Defensive der Gastgeber geprägt wurde. Seyffert hielt einmal bockstark. Auf der Anderen Seite dann ein Aufreger im Strafraum. Neugebauer geht halb links am Verteidiger vorbei und wird klar am Knie getroffen. Völlig unverständlich blieb die Pfeife stumm. Verdient wäre ein Ausgleich sicher nicht gewesen, aber zwingend war der Elfer trotzdem.

Olympia machte nun auf und es gab Konter für Markkleeberg. Einmal geht ein langer Ball über die Kette, Axmann geht zu ungestüm zum Mann und lässt dem Schiedsrichter keine Wahl, als wieder Elfmeter zu geben. Seyffert ahnt die Ecke und kann abwehren, doch auch das setzte keine letzten Kräfte frei, sodass die Schlussoffensive ausfiel und nur Markkleeberg noch einige Konter bekam, von denen letztlich einer zum Endstand von 1:3 verwertet werden konnte.

Olympia bringt sich durch eine unterirdische Leistung um die Chance, den Aufstieg in die eigenen Hände zu nehmen. In den beiden folgenden Wochen liegen die entscheidenden Spiele gegen Schleußig und Roter Stern, welche zwingend 6 Punkte für Olympia auswerfen müssen, will man noch am Aufstieg schnuppern. Mit einer solch indiskutablen Leistung wie an diesem Sonntag ist dieser jedoch aktuell in weiter Ferne.

Es spielten:
Seyffert, Ruge (46. Kündiger), Alter, Axmann, Doktor (MK), Müller, Pohl, Wötzel (50. Neugebauer), Bardoux (32. Sterl), Vogel, Richter
Axa
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