Nach dem problemlosen Pokalsieg in der Vorwoche ging es nun auch in der Liga wieder auf Punktejagd. Die Aufstellung war diesmal vor Allem geprägt von den Trainingseindrücken und der Willensbereitschaft der einzelnen Spieler, sodass die Bank doch verhältnismäßig "prominent" besetzt war. Olympia startete aus einem kontrollierten Aufbau und merkte schnell, dass Mölkau heute auf die Offensive verzichtete. Teilweise verteidigte der Gastgeber gar in einem 6-4-0 und Olympia spielte es hier einfach zu kompliziert. Nach vorne konnten die Mölkauer über brandgefährliche Abstöße, welche zu lange unbedrängt von der Nummer 4, auch bekannt als Sergeant Hightower, verlängert werden konnten. Die Neuformierte Abwehr mit Saisondebütant Alter und Pflichtspieldebütant Zobjak hatte dabei ihre erkennbaren Probleme, vor Allem in der Tiefensicherung, und so gelang es Mölkau gelegentlich vor Kaldenhoff zu erscheinen, es scheiterte jedoch meist am letzten Ball.

Olympia weiter mit unkonstruktivem Ballbesitz und zu viel Ungenauigkeit. Die beste Chance noch eine Hereingabe von rechts, Ruge und Ntsama frei in Schussposition, doch das Kommando fehlte, sodass Ruge den Ball aus der schlechteren Position neben das Tor setzte. Kurz darauf war dann einmal zu sehen, wie man heute entspannt Räume gehabt hätte. Schnelles, direktes Spiel, Reichel steckt auf Bardoux, aber der knapp neben das Gebälk.

Danach viel Lärm um Nix, Olympia lief an, Mölkau konterte.Nach gut 35 Minuten dann Foul an Bouzia auf rechts, Schiedsrichter Gürtler gibt Vorteil, die Flanke kommt gut rein, doch Ntsamas Kopfball landet knapp neben dem Pfosten. 4 Minuten vor der Pause dann mega Dusel für Olympia. Bei einem langen Ball steht die Abwehr vogelwild und ein Mölkauer Angreifer ist links durch. Kaldenhoff lenkt die Hereingabe beim Gegner vor die Füße und pariert im Fallen sensationell mit dem Bein, doch damit nicht genug, Nachschuss Mölkau, Olympia rettet auf der Linie, Ball wieder bei Mölkau, wieder Abschluss, wieder steht einer auf der Linie und dann ist der Ball endlich aus der Gefahrenzone.

In der Pause galt es durchzuatmen und das Team auf den Gegner anzupassen. Es ging nun mit einer Dreierkette weiter und Bouzia sowie Zobjak machten Platz für Thal und Sonnekalb. Olympia nun etwas druckvoller, doch weiter zu ungenau. Thal brachte zwar Tempo ins Zentrum, verlor dann aber viele Bälle durch ungenaue Pässe oder unnötige Dribblings. Das Spielgeschehen verlagerte sich aber noch mehr Richtung Mölkau und auch die langen Bälle waren nun besser unter Kontrolle. Wären da nicht so viele individuelle Aussetzer, welche das Team aber gemeinsam bereinigen konnte.

Auch nach vorne gab es nun 1-2 zählbare Abschlüsse, u.A. von Ruge und Ntsama, aber es sollte nicht sein. Nach 63 Spielminuten dann bereits der letzte Frische von der Bank. Höpel ersetzte den fleißigen, aber glücklosen Ruge und brachte mehr Tempo ins Spiel. Inzwischen war allen Zuschauern klar, dass es heute nur über ein schmutziges Tor gehen würde und so sollte es auch kommen. 77. Spielminute, Thal nimmt sich aus gut 20 Metern ein herz und jagt das Spielgerät aufs Tor. Dort hat der ansonsten gute Schlussmann, Brandt, einen Aussetzer und wehrt den zwar straffen, aber ungenauen Schuss mit dem Fuß ab. Dieser Abpraller landet bei Reichel, welcher seine ganze Technik zeigt und wuchtig per Seitfallzieher einnetzt. Großer Jubel bei Olympia, 1:0!

Doch Mölkau gab sich nicht auf. Ein langer Ball jagte den Anderen und Olympias Abwehrspieler bekamen langsam Kopfschmerzen, wenngleich die beim Ein oder Anderen sicher nicht nur vom Spiel kamen. Damit entstanden aber nun Räume, vor Allem Höpel konnte immer wieder seinen Geschwindigkeitsvorteil nutzen, blieb aber vor dem Tor zu ineffektiv. 7 Minuten vor dem Ende muss dann Sillus den Sack zu machen, doch dem Spielmacher gelingt es tatsächlich den Ball innerhalb von 2 Sekunden gleich zweimal an den Pfosten zu jagen, wobei einmal sogar der Torhüter schon am Boden lag. Unfassbar und nach ausgelassenen 1000%igen Torchancen stand es nun 1:1.

Glücklicherweise stand Olympia defensiv die letzten Minuten gut, ließ zwar ein paar Abschlüsse zu, welche aber allesamt nicht ins Ziel fanden. Es gilt nun in dieser Woche wieder mehr an der fußballerischen Attraktivität zu arbeiten um am kommenden Wochenende gegen die, noch ungeschlagenen, Mannen von Tapfer Leipzig II zu bestehen. Wie schwer dieser Gegner zu bespielen ist, erlebte das Team bereits im Vorjahr, als es ein 1:3 hinnehmen musste. Ein Aufstiegsplatz führt nur über diesen Gegner und dazu bedarf es gewiss einer anderen Leistung als am heutigen Tag.

Es spielten:
Kaldenhoff, Doktor, Alter, Kampf, Zobjak (46. Sonnekalb), Bardoux, Reichel, Sillus, Bouzia (46. Thal), Ntsama, Ruge (63. Höpel)

Im Kader:
Axmann, Zapp
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