Nach dem Pokalwochenende stand das Duell gegen die Straßenbahner von der "Neuen Linie" auf dem Plan. Trotz der kurzfristigen Ausfälle von Kampf und Neugebauer konnte der Trainer auf einen breiten Kader zugreifen und stellte mit Varnhorn (18), Schmahl (19), Reichel (21) und Axmann (19), die wohl jüngste Abwehrkette der Liga in der Startelf auf.

Olympia begann auch sofort stürmisch. Nach nur 3 Minuten konnte Schlussmann Ziegs einen Olympiaschuss nicht festhalten, Winkler bekommt den Ball im 16er, setzt zum kurzen Dribbling an und schiebt problemlos zum 1:0 ein. Ein Auftakt nach Maß! Doch leider legte Olympia hier nicht nach um früh den Sack zu zumachen. Stattdessen zeigte sich die Mannschaft beeindruckt von der doch sehr ruppigen Spielweise der Gäste, welche durch eine durchgehend leider sehr schwache und unberechenbare Leistung von Schiedsrichter El Wakkache, noch gefördert wurde. Unter Anderem blieb die Pfeife auch zweimal im Strafraum still, als Varnhorn und Grupp klar gestoßen wurden. LVB entdeckte nun den tiefen Stand der Sonne für sich und schlug lange Bälle auf Olympias Abwehr. Diese sah die Bälle sehr spät und zeigte somit einige Slapstickeinlagen. Nach einer Ecke war dann zu viel des Glücks verbraucht und John konnte unbedrängt ausgleichen. Bis zur Pause LVB cleverer und Olympia mit zu vielen einfachen Fehlern, sodass Zapp einige Male entschärfen musste und das Unentschieden zur Pause etwas glücklich für die Hausherren war, wenngleich man ja wusste, dass sich das Thema "Sonne" nun zu Gunsten der Olympioniken wenden würde.

In der Pause kam Höpel für Berger und es ging weiter im 4-4-2. Es dauerte keine zwei Minuten, bis diese Maßnahme Früchte trug. LVB fand keine Zuordnung für den zweiten Stürmer und so konnte Sonnekalb frei vor Ziegs auftauchen. Der Vollblutstürmer blieb cool und schob den Ball durch die Beine des Schlussmanns ins Netz. Nur eine Minute später. Wie so häufig an diesem Tag verschafft sich Winkler sensationell Raum, schickt Bardoux, der mit gutem Eins gegen Eins auf Außen in den 16er gelangt und danach dem Blick für Sonnekalb im Rückraum. Der lässt sich nicht zweimal bitten und erzielt seinen ersten Doppelpack im Olympiadress.

Mit diesem Doppelschlag war das Spiel dann gefühlt entschieden, denn Olympias Abwehr hatte nun den Durchblick und die Sicherheit zurück. Lediglich über die rechte Abwehrseite ging gelegentlich etwas, doch als Axmann nach einem undankbaren Tag durch Zobjak ersetzt wurde, war auch diese Lücke zu. Nach knapp einer Stunde dann die Chance zur endgültigen Entscheidung. Wieder Bardoux über links, geht in den Sechzehner und läuft auf den Verteidiger zu. Der bleibt einfach nur stehen und Olympias Außen geht zu Boden. Ein Zweikampf wie man ihn ca. 100 Mal pro Spiel sieht doch Schiedsrichter El Wakkache zeigte plötzlich auf den Punkt...Vielleicht etwas schlechtes Gewissen aus Halbzeit eins. Für die Gastgeber tritt der Gefoulte selbst an, doch sein Schuss gleicht eher einem Rückpass und so kann Ziegs parieren und es bleibt beim 3:1.

Die Partie danach weiter ruppig geführt, gerade Ellenbogen und Arme waren die besten Zweikämpfer der Gäste. Olympia drängte nun aber nochmal auf die Ausräumung der letzten Zweifel am Sieg und sollte in der 75. Spielminute auch belohnt werden. Reichel zeigt nach einer Kunathecke seine ganze Kopfballklasse und nickt zum 4:1 Endstand ein.

Schade ist, dass die Mannen von der Mühlwiese danach viel zu fahrlässig mit ihren Chancen umgingen, sodass keine weiteren Tore fielen. Chancen um das Ergebnis auf 7 oder 8 zu 1 in die Höhe zu treiben, gab es allemal. So bleibt als Highlight der letzten Minuten noch das Debüt von Zobjak als Aushilfskapitän zu vermerken. Das Team freut sich jetzt schon auf die daraus resultierende Durstbekämpfung auf seine Rechnung ;). Durch den Sieg der Großpösnaer im Spitzenspiel gegen Wiederitzsch bedeutet dieser Sieg für Olympia, dass der angestrebte zweite Platz nur noch einen Punkt entfernt ist. Hierzu gilt es nun Woche für Woche zu Punkten und die schwere Aufgabe gegen Liganeuling Eintracht Süd II am nächsten Sonntag zu meistern.

Für Olympia spielten: Zapp, Varnhorn, Schmahl, Reichel, Axmann (66. Zobjak), Winkler, Kunath (MK), Bardoux (74. Ntsama), Berger (46. Höpel), Grupp, Sonnekalb
Axa
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