In der dritten Runde des Stadtpokals empfing die Zweite den Stadtligadritten, LSV Südwest. In der, für viele Spieler, prestigeträchtigen Partie waren die Gastgeber von der Mühlwiese zwar auf dem Papier der klare Außenseiter, trennen doch beide Mannschaften ganze zwei Ligen, jedoch merkte man dem Team bereits im Vorlauf den absoluten Willen an, für eine Sensation zu sorgen. Taktisch sehr gut eingestellt startete Olympia kompakt und zielorientiert. Bereits nach einer Minute konnte auch die erste gute Chance für den Underdog verzeichnet werden, jedoch reichte es noch nicht zum Tor. Anders jedoch in der fünften Spielminute. Thal lässt auf der linken Außenbahn zwei Verteidiger stehen und sieht Sonnekalb am Fünfer. Der bleibt cool und versenkt gegen des Torhüters Laufrichtung zum 1:0.

Danach die beste Phase der Gäste, alles ging dabei über Ihren stärksten. Immer wieder suchte das Team von Trainer Röhling seinen Flügelflitzer Maximilian Wunderlich. Bei seiner ersten Aktion verfehlt ein sehenswerter Fallrückzieher deutlich das Tor, kurz darauf gewinnt er ein Laufduell gegen Eismann und sieht Alsaloum an der Sechzehnerkante, welcher knapp drüber zielt und nach knapp 20 Minuten köpft Kapitän Kretzschmar eine Wunderlichflanke knapp übers Gebälk. Doch auch Olympia konnte sich in einer, zu diesem Zeitpunkt, tollen, ausgeglichenen Partie Chancen erarbeiten, doch Kunath und Neugebauer scheiterten noch.

Bis zur 33. Spielminute. Olympia schaltet blitzschnell um, Neugebauer läuft mit viel Tempo auf Buhler im Südwesttor zu und wird von diesem von den Beinen geholt. Bei diesem Strafstoß gab es keine zwei Meinungen. Der gefoulte schießt selbst, doch Buhler pariert. Grupp erobert den Abpraller und selbst die Hand eines LSV-Verteidigers kann den Ball nicht vor der Torlinie halten. Die Sensation nahm Formen an und Olympia führte, nicht unverdient, 2:0.

Danach beruhigte sich das Spielgeschehen etwas, der LSV mit mehr Ballbesitz, Olympia aber defensiv souveräner, geschlossener und deutlich klarer im Umschaltspiel. Ab diesem 2:0 ging der taktische Plan von Trainer Tympel zu 100% auf und der LSV konnte nicht mehr zielgerichtet zu Abschlüssen kommen. Kurz vor der Pause gab es dann den moralischen Nackenschlag für den Favoriten. Sillus bekommt eine Eingebung und lässt ganze 6 (!!!) Verteidiger der Gäste im Mittelfeld stehen. Äußerst fein dann auch sein Pass auf den kreuzenden Grupp, welcher im Vollsprint mit links cool bleibt und Schlussmann Buhler mit einem Beinschuss alt aussehen lässt. 44 Minuten gespielt, drei Tore Vorsprung für den Außenseiter.

Groß war in der Pause dann die Freude bei Spielern und Trainern, doch sehr deutlich gab es auch mahnende und warnende Worte vor einem eventuell wütenden Sturmlauf der Mannen um Kapitän Kretzschmar. Es gab auch nochmal ein circa fünfminütiges Aufbäumen der Südwestler, doch sie fanden keine Wege durch Olympias Defensive um Abwehrchef Reichel. Den endgültigen KO setzte dann Youngstar und U19 Spieler Varnhorn. Im Nachwuchs bekannt für seine gefährlichen Freistöße, durfte er heute auch im Herrenbereich als Schütze beim ruhenden Ball antreten. Gut 22 Meter, halbrechte Position. Varnhorn frech und unbekümmert, schießt den Ball unter der Mauer durch. Eigentlich kommt daraus aber nur ein harmloser Roller bei Buhler an, doch dieser hat einen völligen Blackout und lässt den Ball zwischen Arm und Pfosten durchrutschen. Bitter für den Goali und nach nur 55 Minuten der Deckel auf der Pokalsensation. Kurz darauf hatte der leicht angeschlagene Sonnekalb nach einer klasse Leistung Schluss. Es kam Höpel. Südwest nun mit Aufgabeerscheinungen und keiner Idee mehr nach vorn. Um es vorweg zu nehmen. In der gesamten zweiten Halbzeit gibt es keine nennenswerte Chance des Stadtligisten zu verzeichnen.

Olympia schaltete keineswegs zurück und spielte sich in einen Rausch. Die Räume wurden größer und so entstanden Chancen am Fließband für die Zweite. Nur die Verwertung ließ jetzt etwas zu wünschen übrig. Kunath, Neugebauer, Höpel, Thal und auch Grupp hatten jeweils noch beste Möglichkeiten nachzulegen. Erwähnenswert dann noch die Einwechslungen der Ex-Südwestler Berger und Zobjak für Neugebauer und Grupp. Hochmotiviert integrierten sich beide sofort ins Geschehen und ließen keinen Leistungsunterschied erkennen. Auch diese beiden hatten noch gute Torszenen, Berger verfehlte dabei jedoch aus 5 Metern leider völlig freistehend den Ball und verpasst somit das sichere 5:0. Dieses holte dann aber Sillus nach. Nach schön vorgetragenem Angriff bekommt er den Ball im 16er abgelegt und vollstreckt links unten. Buhler diesmal noch dran, doch es reichte nicht um den Ball vom Tor abzuhalten.

Dieser Treffer besiegelte den Endstand in einer sensationellen und überraschenden Partie des Stadtpokals. Gespannt schaut die Zweite nun auf die Auslosung am Freitag, richtet aber parallel den Fokus schon auf das nächste Ligaspiel am Sonntag. Gegen die Spielgemeinschaft Kursdorf/Radefeld II gilt es nun die gute Stimmung in den Ligaalltag zu transportieren, souverän aufzutreten und gegen die zuletzt 6 Spiele ungeschlagenen Randleipziger zu überzeugen. Auch die Gäste konnten gestern einen Fingerzeig abbilden, schieden sie doch nur unglücklich mit 1:2 gegen Stadtklassekrösus Leipziger SC aus. Das Team der SG Olympia ist also gewarnt! Anstoß auf der Mühlwiese ist am Sonntag um 14 Uhr.

Für Olympia spielten:
Zapp, Varnhorn, Reichel, Kampf (MK), Eismann, Kunath, Sillus, Grupp (79. Zobjak), Neugebauer (71. Berger), Thal, Sonnekalb (59. Höpel)
Axa
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